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Wundheilung bei älteren Menschen: Besonderheiten der geriatrischen Wundversorgung

Warum Wunden im Alter langsamer heilen

Chronische Wunden treten bei älteren Menschen besonders häufig auf. Das ist kein Zufall: Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper auf vielfältige Weise – und viele dieser Veränderungen bremsen die Wundheilung.

Mit dem Alter laufen viele Vorgänge im Körper langsamer ab. Die Zellen, die neues Gewebe aufbauen, teilen sich seltener, und der Körper bildet weniger Kollagen – den Eiweißstoff, der der Haut Halt und Festigkeit gibt. Auch die oberste Hautschicht wächst langsamer nach, sodass sich die Wunde nur zögerlich mit neuer Haut schließt. Zugleich arbeitet das Immunsystem weniger schlagkräftig: Entzündungsreaktionen laufen langsamer ab, und die körpereigene Abwehr reagiert träger auf Krankheitserreger in der Wunde.

Auch die Haut selbst verändert sich im Alter: Sie wird dünner, trockener und weniger elastisch, und sie wird schlechter durchblutet. All das macht ältere Menschen nicht nur anfälliger für Wunden – es macht bestehende Wunden auch schwerer heilbar.

Mehrere Erkrankungen und viele Medikamente als Heilungshindernis

Ältere Menschen mit chronischen Wunden haben meist mehrere Erkrankungen gleichzeitig. Dazu gehören zum Beispiel Diabetes (Zuckerkrankheit), eine Herzschwäche, Durchblutungsstörungen der Beine (venös oder arteriell) oder eine eingeschränkte Nierenfunktion. Jede dieser Erkrankungen kann die Wundheilung für sich genommen erschweren – und in Kombination umso mehr.

Diabetes zum Beispiel kann mit der Zeit die Nerven und die Blutgefäße schädigen. Dadurch werden Schmerzen schlechter wahrgenommen und das Gewebe schlechter durchblutet. Eine Herzschwäche oder Nierenerkrankungen können dazu führen, dass sich Wasser im Gewebe einlagert (sogenannte Ödeme) – auch das verschlechtert das Umfeld der Wunde.

Viele ältere Menschen nehmen dauerhaft mehrere Medikamente gleichzeitig ein. Manche davon – etwa bestimmte entzündungshemmende Mittel („Kortison“), Medikamente, die das Immunsystem dämpfen, Blutverdünner oder bestimmte Blutdruckmittel – können die Wundheilung verlangsamen. Das Behandlungsteam sollte deshalb wissen, welche Medikamente eingenommen werden, und dies bei der Behandlung berücksichtigen.

Mangelernährung und ihre Auswirkung auf die Wundheilung

Ein häufig übersehener Grund für schlecht heilende Wunden im Alter ist eine Mangelernährung – also wenn der Körper über die Nahrung nicht ausreichend Nährstoffe bekommt.

Eiweiß (Protein) ist für die Wundheilung besonders wichtig: Der Körper braucht es als Baustoff, um neues Gewebe und Abwehrzellen zu bilden. Fehlt Eiweiß, verlangsamen sich alle Phasen der Heilung. Auch bestimmte Vitamine und Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle: Zink unterstützt die Geweberegeneration und das Immunsystem, Vitamin C wird für den Aufbau von Kollagen benötigt, und Vitamin A unterstützt die Bildung neuer Haut und die Abwehrkräfte.

Deshalb ist es sinnvoll, bei einer schlecht heilenden Wunde frühzeitig auf die Ernährung zu achten und einen möglichen Mangel abzuklären. Bei einer Mangelernährung kann es helfen, gezielt mehr Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente zuzuführen – bei Bedarf mit Unterstützung einer Ernährungsberatung oder mit speziellen Trink- oder Aufbaunahrungen.

Häufige chronische Wunden im Alter: Druckgeschwür, offenes Bein und diabetischer Fuss

Die häufigsten chronischen Wunden bei älteren Menschen sind das Druckgeschwür (Dekubitus), das „offene Bein“ (Ulcus cruris, durch Venen- oder Durchblutungsstörungen) und der diabetische Fuß. Zusammen mit den beschriebenen Alterungsprozessen führen sie häufig zu Wunden, die besonders schwer zu behandeln sind.

Ein Druckgeschwür (Dekubitus) entsteht durch anhaltenden Druck auf Hautstellen über Knochen – zum Beispiel am Steißbein oder an der Ferse. Bei Menschen, die viel liegen oder im Rollstuhl sitzen und eine dünne, schlecht durchblutete Haut haben, kann es sich schnell und tief entwickeln. Am wichtigsten ist die Vorbeugung: regelmäßiges Umlagern und druckentlastende Hilfsmittel wie spezielle Matratzen oder Kissen.

Der diabetische Fuß betrifft Menschen mit langjährigem Diabetes: Durch geschädigte Nerven spüren sie Verletzungen am Fuß oft nicht, und durch Gefäßerkrankungen (Angiopathie) heilen diese schlecht. Im Alter kommen häufig Einschränkungen der Beweglichkeit oder des Gedächtnisses hinzu, die die eigenständige Pflege erschweren.

Wundversorgung im Pflegeheim: was Angehörige wissen sollten

Wird ein Angehöriger in einem Pflegeheim versorgt, kommen dort mehrere Herausforderungen zusammen: Bewohnerinnen und Bewohner mit komplizierten Wunden, wechselndes Pflegepersonal mit unterschiedlichem Wissensstand, wenig Zeit pro Person und manchmal eine schwierige Abstimmung mit den Ärzten.

Gerade deshalb sind klare, einheitliche Abläufe in der Wundversorgung im Pflegeheim so wichtig. Verfahren, die immer auf die gleiche Weise durchgeführt werden können – wie es zum Beispiel PlasmaDerm ermöglicht – machen die Versorgung weniger abhängig vom Können einzelner Pflegekräfte. Eine gute Wunddokumentation mit Fotos und Angaben zu Größe und Belag sorgt dafür, dass die Behandlung auch bei einem Personalwechsel lückenlos weitergeht.

Bei komplizierten Wunden sind regelmäßige Kontrollen durch eine Wundfachkraft oder einen erfahrenen Hausarzt unverzichtbar. Als Angehörige können Sie ruhig nachfragen, wie oft die Wunde kontrolliert wird und wie die Zusammenarbeit zwischen Pflegeteam, Arzt und – falls vorhanden – einem ambulanten Wunddienst geregelt ist.

Kaltplasma-Therapie bei älteren Patienten: Verträglichkeit und Wirkung

Die Kaltplasma-Therapie ist grundsätzlich auch für ältere Menschen geeignet. Die Behandlung mit PlasmaDerm erfolgt ohne Eingriff, ist schonend und erzeugt keine spürbare Wärme – deshalb eignet sie sich auch für die dünne, empfindliche Haut im Alter.

Die nachgewiesene Verringerung der Keimzahl ist bei älteren Menschen besonders wertvoll, weil ihr geschwächtes Immunsystem Unterstützung bei der Bekämpfung von Infektionen gut gebrauchen kann. Zusätzlich verbessert das Verfahren die Durchblutung im Gewebe – und eine schlechte Durchblutung ist einer der Hauptgründe, warum Wunden im Alter langsamer heilen.

Wichtiger Sicherheitshinweis: PlasmaDerm sollte nur nach Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt angewendet werden. Da ältere Menschen oft mehrere Erkrankungen haben, sollte dies vor der Anwendung immer abgeklärt werden.

Heimanwendung und Einbindung von Angehörigen

Für ältere Menschen, die zu Hause von Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst versorgt werden, kann die Anwendung von PlasmaDerm zu Hause – nach einer gründlichen Einweisung – eine wertvolle Ergänzung sein. Die Bedienung ist einfach und liefert gleichbleibende Ergebnisse, sodass die Anwendung auch ohne pflegerische Ausbildung sicher möglich ist.

Fazit: Wundversorgung im Alter individuell denken

Die Wundversorgung älterer Menschen ist anspruchsvoll. Sie erfordert Geduld und ein Verständnis für die körperlichen, gesundheitlichen und persönlichen Besonderheiten dieser Lebensphase. Lösungen, die bei jüngeren Menschen funktionieren, greifen hier oft zu kurz.

PlasmaDerm setzt gezielt an mehreren Punkten an, die im Alter besonders wichtig sind: Es verringert die Keimzahl bei geschwächter Abwehr, verbessert die Durchblutung des Gewebes und ist schonend genug auch für empfindliche Haut.

Wundversorgung im Alter ist immer individuell. Umso wertvoller sind Behandlungen, die sich flexibel an die jeweilige Situation anpassen lassen – ob in der Klinik, in der ambulanten Pflege oder zu Hause. Sprechen Sie Ihr Behandlungsteam gern darauf an, ob eine Kaltplasma-Therapie für Sie oder Ihren Angehörigen infrage kommt.