Wundversorgung bei pAVK: Kaltplasma bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit

Was ist pAVK – und warum kennen so viele Menschen diese Erkrankung nicht?
pAVK steht für periphere arterielle Verschlusskrankheit – ein langer Begriff für ein verbreitetes Problem: Die Arterien der Beine, seltener auch der Arme, sind durch Ablagerungen, also Arteriosklerose, verengt oder verstopft. Das Blut kann nicht mehr frei fließen, die Muskeln und das Gewebe werden schlechter mit Sauerstoff versorgt.
Im Volksmund wird pAVK oft als „Schaufensterkrankheit“ bezeichnet – weil die Betroffenen beim Gehen Schmerzen bekommen und deshalb immer wieder stehen bleiben müssen, oft so, als würden sie vor einem Schaufenster verweilen. Tatsächlich sind die Schmerzen ein Signal: Das Bein bekommt nicht genug Sauerstoff, wenn es belastet wird.
In Deutschland sind schätzungsweise mehrere Millionen Menschen von pAVK betroffen – viele wissen es nicht einmal, weil die Erkrankung im Frühstadium keine oder kaum Beschwerden verursacht. Bekannt wird sie oft erst, wenn Beschwerden beim Gehen auftreten – oder wenn es zu der schwerwiegendsten Komplikation kommt: offenen, nicht heilenden Wunden an den Beinen oder Füßen.
Wenn die Beine nicht mehr richtig durchblutet werden: Was das bedeutet
Unser Körper braucht Blut, um zu funktionieren. Es liefert Sauerstoff und Nährstoffe an jede Zelle – und es transportiert Abfallstoffe ab. In den Beinen ist das nicht anders. Wenn die Blutgefäße durch Ablagerungen verengt sind, gelangt weniger Blut ins Gewebe. Die Zellen bekommen zu wenig Sauerstoff – man spricht von Ischämie, also von einer Sauerstoffunterversorgung.
Im Frühstadium merkt man das vor allem beim Gehen: Die Wadenmuskulatur schmerzt, weil sie bei Belastung mehr Sauerstoff braucht, als die verengten Gefäße liefern können. Im Ruhezustand reicht die Versorgung noch aus. Aber im fortgeschrittenen Stadium kann selbst das Gewebe in Ruhe nicht mehr ausreichend versorgt werden – und dann entstehen Wunden.
Diese Wunden entstehen oft an den Füßen oder Unterschenkeln, häufig ohne starke äußere Ursache: ein kleines Druckgeschwür, eine minimale Verletzung durch enges Schuhwerk oder eine Hautrötung, die sich zur offenen Wunde entwickelt. Was bei einem gesunden Menschen in wenigen Tagen verheilt, kann bei einem pAVK-Patienten über Wochen und Monate bestehen bleiben – weil dem Gewebe schlicht die Ressourcen fehlen, um sich selbst zu heilen.
Wunden bei pAVK: Warum sie so schwer heilen
Wer eine pAVK-bedingte Wunde hat, steht vor einem medizinischen Grundproblem: Der Körper braucht Blut, um Wunden zu heilen – aber genau das, was fehlt, ist eine gute Blutversorgung.
- Heilung braucht Sauerstoff: Neue Hautzellen, Abwehrzellen und Heilungsenzyme – sie alle brauchen Sauerstoff, um zu arbeiten. Bei pAVK ist dieser Sauerstoff im betroffenen Gewebe knapp. Das verlangsamt jeden Schritt der Heilungskaskade.
- Heilung braucht Abwehrzellen: Wunden sind anfällig für Bakterien. Normalerweise eilen Abwehrzellen zur Wunde und bekämpfen die Eindringlinge. Bei pAVK erreichen diese Zellen die Wunde schlechter – die Infektionsgefahr ist höher, und Infektionen bleiben länger bestehen.
- Heilung braucht Nährstoffe: Kollagen, das Grundgerüst neuer Haut, wird aus Aminosäuren aufgebaut – die per Blut transportiert werden. Auch das kommt bei pAVK zu kurz.
Das Ergebnis: pAVK-Wunden sind chronisch, hartnäckig und rückfällig. Selbst wenn sie sich langsam bessern, kann eine kleine Belastung genügen, um den Fortschritt zunichte zu machen.
Wie werden pAVK-bedingte Wunden normalerweise behandelt?
Die Behandlung von pAVK-Wunden hat immer zwei Ebenen: die Grunderkrankung und die Wunde selbst.
Behandlung der Grunderkrankung: Wenn die Gefäße so verengt sind, dass das Gewebe nicht mehr ausreichend versorgt wird, muss daran etwas geändert werden. Das kann bedeuten: Medikamente, die das Blut verdünnen und die Gefäße erweitern; ein Kathetereingriff, der die verstopfte Arterie von innen aufweitet, also eine Angioplastie; oder eine Bypass-Operation, bei der ein neues Gefäß angelegt wird, das das verschlossene Gefäß überbrückt. Diese sogenannte Revaskularisierung – also die Wiederherstellung der Durchblutung – ist die wichtigste Maßnahme.
Behandlung der Wunde selbst: Parallel dazu braucht die Wunde direkte Versorgung: regelmäßige Reinigung, geeignete Wundauflagen und Infektionskontrolle. Bei pAVK-Wunden ist Vorsicht mit Kompressionsverbänden geboten: Da die Arterien ohnehin verengt sind, kann Druck von außen die Durchblutung weiter verschlechtern. Was bei venösen Wunden hilft, kann hier schaden.

Wo die Grenzen der herkömmlichen Behandlung liegen
Auch wenn Revaskularisierung, also die Wiederherstellung der Durchblutung, und Wundversorgung kombiniert werden, gibt es Situationen, in denen die Heilung stockt. Nicht bei jedem Patienten ist eine Revaskularisierung möglich – manche Gefäße sind so stark geschädigt, dass sie nicht mehr aufgeweitet werden können. Und selbst nach einem erfolgreichen Eingriff braucht das Gewebe Zeit und Unterstützung, um sich zu erholen.
Hinzu kommt das Infektionsproblem: pAVK-Wunden sind besonders anfällig für Bakterien, weil das Immunsystem der Wunde durch die schlechte Durchblutung kaum unterstützt wird. Standardantibiotika gelangen schlecht ins schlecht durchblutete Gewebe. Und wenn Bakterien Biofilme bilden – also schützende Gemeinschaften in der Wunde – stoßen herkömmliche Behandlungen rasch an ihre Grenzen.
Genau hier setzt Kaltplasma-Therapie an.
Was Kaltplasma-Therapie bei pAVK-Wunden leisten kann
PlasmaDerm ist ein zugelassenes Medizinprodukt, das Kaltplasma direkt an der Wunde erzeugt – ohne Berührung, ohne Wärme, ohne Schmerzen. Die reaktiven Teilchen, die dabei entstehen, wirken auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
- Keimreduktion direkt in der Wunde: Die reaktiven Teilchen des Kaltplasmas töten Bakterien ab – auch antibiotikaresistente Erreger. Das ist bei pAVK-Wunden besonders wichtig, weil das körpereigene Immunsystem die Wunde schlechter erreicht und Keime dort leicht die Oberhand gewinnen.
- Entzündungsberuhigung: Kaltplasma beeinflusst die lokale Entzündungsreaktion. Eine überschießende, dauerhaft schwelende Entzündung – wie sie bei chronischen Wunden häufig vorkommt – wird abgemildert. Das schafft bessere Bedingungen für den Beginn der eigentlichen Heilungsphase.
- Verbesserung der Mikrozirkulation: Das ist der besondere Vorteil von PlasmaDerm, der es von anderen Verfahren unterscheidet. Das elektrische Feld der Therapie verbessert nachweislich die Durchblutung in den kleinen Blutgefäßen des Gewebes – den Kapillaren und Arteriolen, die direkt unter der Wunde liegen. Dieser Effekt hält stundenlang an.
Was bedeutet das für pAVK-Patienten konkret? Die großen Gefäße, die durch Arteriosklerose verengt sind, kann PlasmaDerm nicht aufdehnen – das ist Aufgabe der Revaskularisierung. Aber in den feinen Ästen des Gefäßsystems, die noch intakt sind, kann Kaltplasma die Durchblutung verbessern. Dort, wo Sauerstoff und Heilungszellen noch ansatzweise ankommen, kann PlasmaDerm dafür sorgen, dass mehr davon ankommt – und dass dieser Effekt länger anhält.
Diese Tiefenwirkung ist klinisch dokumentiert und macht PlasmaDerm zu einem einzigartigen Instrument in der Wundversorgung bei Durchblutungsstörungen.

Was Betroffene im Alltag wissen sollten
Eine pAVK-Wunde zu haben, ist kräftezehrend. Sie braucht regelmäßige Versorgung, ärztliche Kontrolle und Geduld – manchmal viel Geduld. Einige Hinweise für den Alltag:
- Gehen hilft – in Maßen: Leichte Bewegung fördert die Durchblutung und kann helfen, neue kleine Umgehungsgefäße zu bilden. Fragen Sie Ihren Arzt, wie viel Bewegung für Sie sinnvoll ist.
- Keine Wärme auf die betroffene Stelle: Wärmflaschen, heiße Bäder oder warme Auflagen erhöhen den Sauerstoffbedarf des Gewebes – ohne dass mehr Blut ankommt. Das kann die Situation verschlimmern.
- Schuhwerk sorgfältig wählen: Enges Schuhwerk ist bei pAVK-Patienten ein häufiger Auslöser für Wunden. Gut sitzende, weiche Schuhe sind kein Luxus – sie sind medizinisch notwendig.
- Rauchen aufhören: Nikotin verengt die Blutgefäße zusätzlich. Wer aufhört zu rauchen, verbessert die Durchblutungssituation – oft spürbar innerhalb von Wochen.
- Wunde regelmäßig kontrollieren: pAVK-Patienten mit eingeschränkter Sensibilität, zum Beispiel bei gleichzeitigem Diabetes, bemerken Wunden manchmal nicht rechtzeitig. Eine tägliche Sichtkontrolle der Beine und Füße kann Leben retten.
- PlasmaDerm anfragen: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Wundpflegeteam, ob Kaltplasma-Therapie für Ihre Wunde infrage kommt. Nach entsprechender Einweisung kann die Behandlung auch zuhause angewendet werden.
Fazit: Wunden bei Durchblutungsstörungen brauchen einen umfassenden Ansatz
pAVK-bedingte Wunden sind eine der anspruchsvollsten Aufgaben in der modernen Wundversorgung. Sie entstehen aus einem tiefgreifenden körperlichen Problem – der gestörten Blutversorgung – und können mit einseitigen Behandlungsansätzen kaum überwunden werden.
Was hilft, ist eine Kombination: die Grunderkrankung behandeln, die Wunde lokal versorgen und versuchen, das Wundmilieu so zu verbessern, dass Heilung möglich wird. PlasmaDerm ist ein nachgewiesener Baustein in dieser Kombination: Keimreduktion, Entzündungsberuhigung und – einzigartig unter den zugelassenen Kaltplasma-Geräten – eine klinisch belegte Verbesserung der Mikrozirkulation in tieferen Gewebeschichten.
Sprechen Sie mit Ihrem Versorgungsteam und klären Sie persönlich, wie Ihre Möglichkeiten aussehen.